Freitag, 16. September 2016

Von künstlichem und so

Ist das Kunst? Oder kann's weg?
Menschen, die es ehrlich wagen
sich das allen Ernstes laut zu fragen,
ziehen all das in den Dreck

worum es ihnen scheinbar geht -
weil die Stimme, die sie trimmen,
weil die Kunst, die sie bestimmen,
sich zu sehr um sich selber dreht.

Ist Kunst nicht das, was uns anlacht
wenn wir lauschend Lieder singen,
die angestrengt nach dem eh'r klingen,
der sich um sie Gedanken macht?

Sagt Kunst nicht allen klipp und klar,
egal, ob nun durch Mittelfinger,
durch Zärtlichkeiten oder Schwinger:
„Ihr klingt klug. Doch ich bin wahr!“?

Ist Kunst nicht dieses Hirngespinst,
das allen Richtern und Experten,
Besserwissern und Gelehrten
wahrhaftiges entgegengrinst?

Ist Kunst nicht das, was sich ergibt,
wenn wir das, was wir nicht fassen
halten bis wir's loslassen,
damit dann das, was wir geliebt

zur Sprache wird, die jeder spürt?
Die Kunst, verehrte Arschgeigen,
ist wohl die Kunst sich auszuschweigen,
wenn das Leben Feder führt!

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