Freitag, 23. September 2016

Nein und Amen

Heutzutage will man meinen
es reichte, etwas zu verneinen,
doch so klar es ist und richtigm

dieses "nein", weil es wichtig
 

ist nicht einfach zu marschieren,
wenn sie sich im Mob gruppieren -
reicht das? Kann's gar sein,
wir haben vielleicht was gemein

mit denen, die uns so beschämen,
die wir versuchen, abzulehnen?
Was sind denn deren Absichten?
Ausradieren und vernichten!

Zerstören und begraben!
Was sie wollen? Was nicht haben!
Was sie haben ist allein
dieses eine ja zum nein.

Was halten wir dagegen, Leute?
Ja, ein nein zur braunen Meute,
doch was uns wie ihnen fehlt
ist ein Weg, auf den man zählt,

eine andre Richtung, die wir gehen,
eine Welt, für die wir stehen,
ein neuer Traum, für den's nicht reicht,
wenn man draus das Alb bloß streicht.

Ohne bleibt nur dieses nein zu wagen
mit dem wir schweigend „ja“ sagen
zu dem alten Erdenschoß,
auf dem das Falsche wurde groß

und ohne wird’s das wieder werden,
bleiben wir bloß bei Beschwerden
zu denen man sich lässt herab -
dann nicken wir im „nein“ nur ab.

Wenn Dinge nicht passieren sollen,
brauchen wir was, was wir wollen;
gibt es nichts, nur gegenüber -
bleibt man stehen. Vielleicht drüber,

doch dies „NIEWIEDER“, das wir gerne
hätten, rückt in weite Ferne,
weil es Verneinungen nicht geben kann
ohne ja und einen Glauben dran.

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