Donnerstag, 6. März 2014

analle!

an alle bis-hierher-und-nicht-weiter-denker
alle zur-not-eben-sich-selbst-verschenker
an alle verlorenen sich-selber-lenker
alle unverbog´nen selbst-verrenker

an alle chance-um-chance-zu-gern-versäumer
alle trotzdem-noch-vom-morgen-träumer
an alle über die sie gern' „versager!“ klagen
und die trotzdem eigne wege wagen

an alle im-spiegel-nicht-sich-selbst-erkenner
alle nacht-um-nacht-nach-wahrheit-renner
an alle die vergessen in den menschentrauben
als verbot'ne frucht doch an sich glauben

an alle die unentwegt dort ausweg spüren
„wohin“ man fragt „soll´s bloß noch führen?“
an alle die leuchtend auch sich selbst mal blenden
die aus überzeugung nicht bloß zeit verschwenden

an alle die hier und heut´ im traum verbrennen
alle die utopia so zu hause nennen
an alle gottverdammten sternbesinger
eure stolz erhob´nen mittelfinger

ich seh ihn vor mir selbst verschwommen
unser tag er wird bald kommen
an dem man uns dann glied an glied
als wahrheit noch ins auge sieht
an dem wir geschlossen ineinander reihen
synergisch sinnen wieder sinn verleihen
an dem jeder wird am meisten fehlen;
daher will ich dir die angst nicht verhehlen:
wirst du weiter dich davon bloß stehlen
werd ich auf ewig bis unendlich zählen

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