Samstag, 11. Januar 2014

vondir.voneuch.meinkein.undalles.

Hier steh ich liegend nun. Auf deiner Matte
und umklammere fest, was ich nie hatte.
Auf der Suche im Nichts. Irgendwo verloren;
dem Heimweh nach, mit dem ich geboren,

zwischen Ona-NIE-gestöhne, Rumgequäle,
zwischen Bluttrockengeföhne, Weitgefehle,
zwischen mächtigen Türmen, wo Götter-funken
sich ins Erdenhaus brennen, wo feuertrunken,

der Mensch bloß mit den Fingern zeigt,
über krumme Buckel gern nach oben steigt.
Wo Mensch bei seinem stand-gepunkte;
vor-eingenommen laut bloß unkte,

zwischen Glücksgeschmiede, Hugogebosse,
zwischen Bock und Gärtner, Hochgerosse,
zwischen Himmelssturm und Tiefergesinke;
verlornen Gesichtern und Drübergeschminke.

Den man gern säh. Den stell ich nicht dar;
wär gern der, der bis heut ich nicht war.
Den man nie sah. An den ich doch glaube,
er steht verlassen in der Menschentraube,

und sieht noch diese Kerzen flackern;
schlagende Herzen laut singen und ackern,
bis sie im Lauf der Zeit dahingeflossen;
züngeln sie unentwegt nach welken Sprossen.

An die, die weinend über Dingen stehen;
unterdrückt nicht einfach untergehen.
Die den Aufgang dieser Sonne kennen;
gegen den Untergang wie wild anrennen;
die als Schmetterling mir Wut im Bauche:
An Euch! Die sich abheben im Schallgerauche!

Lasst uns schweigend lauthals weiter singen
schweigend dem Lied ein zu Hause zu bringen.
Mit Euch einzuziehen. Glaubt mir es wäre;
mit Euch zu sein. Wär mir größte Ehre!
Ich will gerne geh’n. Doch was ich wohl brauch;
ist Dein Lied das mir sagt: „Ich will es auch!“

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