Montag, 2. Dezember 2013

Meine Heimat

Schlendernd laufe ich durch unser Land
schaue gerne auf die grüne Wand
wenn die Sonne rot am Horizont
thront vom weißen Berg die Lichterfront
durch die grünen Hügel fließt der Fluss
die Natur wirkt auf mich in einem Guss
warmer Wind weht mir durch's Haar
dieser Flecken Erde, wunderbar
wenn beim Laufen noch Kiesel knirschen
ein Stück weiter noch Jäger pirschen
in den Lungen nur die frische Luft
in der Nase dieser Blumenduft
ich könnt´ ewig ziellos weiterlaufen
fernab von Käufern die verkaufen.

Doch ins Dunkel hüllt sich´s Paradies
die Nacht wandelt das Tal zum Verlies
wenn junge Menschen ihre Leben
bevor sie´s jemals lebten geben
mit Crystal, Koks und Amphetamin
sieht man Bauernkinder Bahnen zieh´n
an diesem Ort, wo ich geboren
da habe ich jeden Freund verloren
so laufe ich einsam durch die Nacht
wie die letzte auch wird durchgemacht
doch wo harte Jungs täglich weinen
wird Sonne wieder´s Grün bescheinen
mit ihren ersten warmen Strahlen
uns Hoffnung in die Landschaft malen
so erkenn ich morgendlich - allein´
möcht am Ende hier begraben sein
wo ich zu oft ich selbst nicht mehr bin
wieder und wieder zieht's mich dorthin

Ich trink auf dich, Tal der Schmerzen;
sorry, dass so selten ich's erwähne
Heimat, ich trag´ dich tief im Herzen
und lieb´ dich selbst für jede Träne!

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