Freitag, 27. Dezember 2013

ausangst



Aus Angst! Aus Angst! Liegt er vor uns da,
den jeder kennt doch keiner je sah;
stirbt allein, verlassen, unerkannt
seinen Junkietod am Straßenrand.

Das Letzte was er für sich noch dacht:
"Wie lang man wohl am Besten noch lacht?"
Denn der hinter ihm vor’m Abgrund stand
hat es nur Dank ihm noch nicht erkannt:

Dieser Ort, wo man die Leiche dann fand
befindet sich über dem Tellerrand.
Wo der Mensch, den man zu kennen meint
sah das man um's Leben nicht mehr weint.

Hört uns sagen: "Tief kann man sinken!“,
hört uns fragen: "Muss man so stinken!?!?"
hört ihr es nicht? Was er dazu spricht?
 “Aus Angst! Aus Angst! Verzichte! VERZICHT!”

Aus Angst! Aus Angst! Liegt vor uns so da,
was jeder sieht doch keiner je sah.
Aus Angst! Aus Angst! Vor’m Straßenrand
verwest Wahrheit vor uns unerkannt.

Donnerstag, 12. Dezember 2013

andenrollmopsimglas(cagedbeast)!willkommeninderwirklichkeit!

(III)

Der freie Fisch. Im Weltenmeer.
Weil er frei ist. Leidet er.
Weil die Fische in den Netzen.
Weil er frei ist auf ihn hetzen.

(II)

Weil die Fische in den Netzen
den kleinen Fisch darin zerfetzen
weil die Fische in den Netzen
über’s Netz sich nicht entsetzen

weil die Fische in den Netzen
nicht merken wie sie sich verletzen
weil die Fische in den Netzen
über’s Netz sich nicht entsetzen

(I)

weil er mit Fischen in den Netzen
dabei war sich zu zersetzen
dacht auch der freie Fisch im Meer,
dass die eigne Masche Grenze wär

doch in den Seilen hängend geblieben
nicht treibend einfach mitgetetrieben
begann etwas in ihm zu glimmen
begann er sich so freizuschwimmen

(NULL)

wenn’s Netz praktisch die Grenze wär?
gäb’s theoretisch ja das Meer nicht mehr.
Wenn’s Netz praktisch die Grenze wär;
wo verdammt? Kommt’s Netz dann her?

Er fraß es rein und schrie es raus
vom Meeresgrund ertönte Applaus
dem nach hat er sich frei geschwommen
ist den Dingen auf den Grund gekommen;

weil er es wusst nun wollt er schreien,
weil er es wusst wollt er befreien,
weil er es wusst. Hat er sich’s geschworen,
weil er es weiß. Schwimmt er nun verloren,

weil er nun hört. Wie der Fischer lacht!
Weil er nun weiß. Um der Netze Macht;

weiß er nun wer. Im Netz nicht verloren;
ist draußen allein. Weil drin nicht geboren!

(III)

Der freie Fisch. Im Weltenmeer.
Weil er frei ist. Leidet er.

Weil die Fische in den Netzen,
weil er frei ist auf ihn hetzen.

Weil die Fische in den Netzen
über’s Netz sich nicht entsetzen.

Montag, 2. Dezember 2013

Wellenbrecher

Wer einst wagte es laut  vorzudenken
selbst im Angesicht von Hohn und Spott
so versucht zum letzten Gegenlenken
der endete oft verlassen am Schrott

Wenn der Mensch in blindem Wahn entbrannte
geschürt durch Hass in brennende Heere
die Ehr', Moral und Vernunft verkannte
fiel schon mancher Schatz dem Wahn zur Ehre

Fern schwelende Stürme am offnen Meer
sie erfordern Kraft sich selbst zu stellen
bläst die Zeit noch Wind vom Lande dann her
bricht einsam der Fels am Ufer Wellen

Meine Heimat

Schlendernd laufe ich durch unser Land
schaue gerne auf die grüne Wand
wenn die Sonne rot am Horizont
thront vom weißen Berg die Lichterfront
durch die grünen Hügel fließt der Fluss
die Natur wirkt auf mich in einem Guss
warmer Wind weht mir durch's Haar
dieser Flecken Erde, wunderbar
wenn beim Laufen noch Kiesel knirschen
ein Stück weiter noch Jäger pirschen
in den Lungen nur die frische Luft
in der Nase dieser Blumenduft
ich könnt´ ewig ziellos weiterlaufen
fernab von Käufern die verkaufen.

Doch ins Dunkel hüllt sich´s Paradies
die Nacht wandelt das Tal zum Verlies
wenn junge Menschen ihre Leben
bevor sie´s jemals lebten geben
mit Crystal, Koks und Amphetamin
sieht man Bauernkinder Bahnen zieh´n
an diesem Ort, wo ich geboren
da habe ich jeden Freund verloren
so laufe ich einsam durch die Nacht
wie die letzte auch wird durchgemacht
doch wo harte Jungs täglich weinen
wird Sonne wieder´s Grün bescheinen
mit ihren ersten warmen Strahlen
uns Hoffnung in die Landschaft malen
so erkenn ich morgendlich - allein´
möcht am Ende hier begraben sein
wo ich zu oft ich selbst nicht mehr bin
wieder und wieder zieht's mich dorthin

Ich trink auf dich, Tal der Schmerzen;
sorry, dass so selten ich's erwähne
Heimat, ich trag´ dich tief im Herzen
und lieb´ dich selbst für jede Träne!

Alles bloß Gold, was glänzt

Warum glauben wir die, die horten und raffen
und auf Neider so gerne abwertend gaffen
seien die, die sich selber nur die Nächsten sind
dabei nutzt doch meist das Menschenkind

Die kalte Fassade aus Ruhmdingenundzahlen
als Anstrich bloß im Haus der Qualen
dabei dient doch Schmuck oft Ochs’ und Rind
zu verschleiern wer sie wirklich sind

Nicht umsonst legt man Wert auf falschen Schein
nur um der Mittelpunkt mal selbst zu sein:
Denn wenn man bedeutend wie ein Status bloß ist
bedeutet es bloß. Das du selbst nicht mehr bist.

Sonntag, 1. Dezember 2013

Unser Moment

Es gibt Momente
in denen tue ich
was ich bin,
es gibt Momente
in denen bin ich
was ich tue,

es gibt Momente
in denen verliere ich
mich
in deinen Augen,
es gibt Momente
in denen glänzen sie
durch meine
Worte
in deinen Ohren,

es gibt Momente
in denen streichle ich
dein
schwarzes Haar,
es gibt Momente
in denen berühren
sich
unsere Lippen,
es gibt Momente
in denen schließen
sich
unsere Augen,

unvergesslich
die Momente.
in denen wir uns
lieben.

vergessen wir
selbst das Wort
Liebe.
wozu?

Es gibt
Momente

Freitag, 22. November 2013

Vom letzten Gefecht

Grau wie Beton, so kann ich fühlen
Menschen verblassen im Gewissen
ihr Kreideumriss fortgerissen
mit Tränen und Staub, den wir wühlen,

fliehend vor Kälte, Kalten, Kühlen
will ich zitternd meine Fahne hissen
zum Ende fast wie hingerissen
den Mund mit letztem Mute spülen

Die Menschen um mich fliehen nach Haus
grauer Himmel umhüllt graue Mauern
grollt: „Keiner kommt hier lebend raus,

werd die letzte Wärme überdauern!“
Und doch, ich steh! Bis die Öfen aus
werd ich frierend auf Sonne lauern!

Freitag, 15. November 2013

Den Moment zu retten

So manch moderner Dichterhühne
nimmt Gedichte her als Bühne
ausgeleuchtet in Selbsterhellung
zur weltmännischsten Selbstdarstellung

Wäre er dabei nicht so kreativ
spräch einfach es aus! Demonstrativ,
dann käme manch sinkendem zur Not
ein Gedicht heran als Rettungsboot

Der ginge dann nicht einsam baden
wenn’s bloß käme, um ihn einzuladen
auf ein kleines Stück Gemeinsamkeit
ruhig treibend auf dem Strom der Zeit

Dann würden selbst sie doch beim Kentern
manch neues Ufer doch noch entern
ohne die Angst nach dem Ertrinken
dann im Vergessen zu versinken

Scheint auf unsrer Fahrt gen Flammentod
den Moment für zwei das Abendrot;
es müssen mehr als zwei nicht finden!
Ein kleines Bötchen zum Verschwinden

Bringt es euch um die Kaltwetterfront
treibt es lange noch am Horizont
während moderne Dichterhühnen
versinken bloß mitsamt der Bühnen

Mittwoch, 13. November 2013

Leichtmatrose

Sieh an! Sieh an! Herr Capitano!
Wie geht’s? Wie steht’s? Alles Piano?
Ich hab mich um den Kahn gekümmert,
manches dabei wohl auch zertrümmert.
Mit meiner letzten Weste, keine weiße!
Schrubbt ich die Friedenstaubenscheiße
die’s auf Erden hier vom Himmel regnet,
die der Mensche dem Krieg entgegnet.
vom Anker hoch bis über das Deck
behandelte ich hier jeden Fleck!
Um Mitternacht in der Kombüse
schält ich frei manch junges Gemüse.
Hab selbst gekocht schon für die Truppe
preisgekrönte Buchstabensuppe!

Von der Mannschaft sind alle gegangen
sie flogen, sie schwammen, sie sprangen
doch lehrst du mir die Seemannslieder
dann kommen singend sie bald wieder!
Ich wartet manch bange Minuten
auf geht’s nun! Auf geht’s! Lass uns sputen!
Für die ganze Crew! Applaus! Applaus!
Herr  Capitan! Nun Volldampf voraus!

Samstag, 9. November 2013

Vom nicht ganz so dicken Brummer

So mancher Frosch, der macht, oh weih,
wenn man ihn ableckt richtig high.
Flöhe, Mücken, Fliegen, Zecken
selbst die ihn am Arsch bloß lecken.
Da kam sie angeflogen, ohne Scham
die Flieg', die große Dosen nahm
und dachte plötzlich, high und higher
sie sei in der Luft ein jagender Reier.
Der Frosch, er wünschte guten Flug
die Flieg' stürzte im Kampfanzug
auf den Frosch, als er gähnend,
sich in Ruh und sicher wähnend.
Weil der Mund ihm offen stand,
die Fliege sich im Rachen fand.
Voll berauscht machte sie heiter
den "Terror" dort einfach weiter.
Der Frosch, zu stolz um's auszuspucken,
zu wählerisch zum runter Schlucken
denkt: "Wer bitte will den Mist?
Der am Ende nur zum Kotzen ist
auch noch im Magen
mit sich rum tragen?"
Die Fliege schwirrt und lebt seither
als wollt sie nie Heim, nimmer mehr
dämlich-grinsend in den Backentaschen
träumt davon, den Frosch zu vernaschen,
der sich nur sehnt, dass sie endlich geht;
mit dem nächsten Winde fortwärts weht.

Eistanz

Frierend tanze ich
mit glühenden Kufen
auf dünnem Eis
deinen Namen
in den gefallenen Schnee

Warum schaust du mich
bloß traurig an?
Wann reichst du mir
deine zitternden Hände?
Ich bitte dich
um diesen letzten Tanz
auf Glatteis
dich zu führen

Ich kann den Moment
nicht mehr erwarten
dich zu umarmen
um dann gemeinsam
mit dir
auf dünnem Eis
mit glühenden Kufen
tanzend endlich
einzubrechen

Am Anfang war das Wort

Man begeht
Selbstmord
Man nimmt sich
das Leben
Man bringt sich
um

Erfolgreich begehen bedeutet
beginnen
Erfolgreich nehmen bedeutet
bekommen
Erfolgreich sich zu bringen bedeutet
anzukommen

Die Psychologen
schießen wie Giftpilze
aus unfruchtbarem Boden
doch selbst,
wenn sie noch tausende
traurige Schicksale
mit ihren stumpfen Skalpellen
durchexerzieren.
Sie können es nicht
sagen:

Begehe ihn nicht
es ist dein Ende
ohne vom Anfang zu sprechen
nimm es dir nicht
du verlierst dein Leben
ohne vom Bekommen zu sprechen
bringe dich nicht um
es wartet der Tod
ohne vom Ankommen zu reden

Selbst in tausenden Stunden
beratschlagender
Therapie
selbst auf tausenden Seiten
therapierender
Ratschläge

In ihnen bleibt die
tödliche Hoffnung
bis an ihr Lebensende
lebendig

Freitag, 8. November 2013

Nimm es!

Sieh genau hin
und höre
was sie zu sagen haben

Sieh genau hin
und spüre
was sie zu geben haben

Sieh genau hin
und nimm es!
Das Nichts, dass euch geblieben

Das bisschen Herz
das wir gemeinsam
Hand in Hand
erkämpften
nimm es!
Und
bezahle dafür
es zu verschwenden

Das bisschen Herz
das Du dir schnaufend
aus meiner Brust
geschaufelt
nimm es!
Ich
bezahle dafür
es zu verschenken

Was immer
ihr auch wolltet!
Nehmt es
euch doch einfach
weg!

Sonntag, 3. November 2013

Dämmerung

Wieder knie ich
auf meiner Flucht
vor den grauen Straßen
dieses Lebens
voller Menschen
die auf den Bürgersteigen
applaudierend betteln
nach mehr von den
erfüllten Erwartungen
die sie nie an mich hatten

Alleine
vor einem leeren Stuhl
auf dem du mich
erwartet
in den du mir
wir waren hier
zum Abschied eingeritzt
knie ich
auf den verfilzten Haaren
die du dir ausgerissen
die nun endgültig
auf meine Kappe gehen werden

Ich werfe nur noch
augenzwinkernd
einen letzten Blick
in diese Runde
leerer Stühle
ehrenwerter Menschen
genieße
den Klang ihrer Lieder
um abgewendet
in die Nacht
auf meinen eigenen Weg
zurückzukehren

Inmitten der schnatternden Heerscharen
vor dem Winter fliehender
Vögel
zwitscherst du noch
ich höre dich singen
inmitten zum Mond heulender
Wölfe

Grinsend kehre ich so
ins Dunkel zurück, denn
wir werden uns krähen hören
inmitten der aufgescheuchten Hühner
werden nur wir es wissen
wann es an der Zeit ist
endlich aufzustehen

Samstag, 2. November 2013

Enigma (2 - Tyrannosaurus Ex)

Man kann dorthin heute Reisen schon buchen
wo man begann nach Intelligenzen zu suchen;
doch wird man auch im All nicht finden
was auf Erden dabei zu verschwinden!
Nehmt bloß ein Buch her und ihr seht,
was den Menschen in den Sternen steht:
Der mächtige Tyrannosaurus Rex
wäre auch ohne Eiszeit heute Ex
im Museum bloß noch aufgehängt
von Intelligenz lange verdrängt!
Denn was Mensch zuerst als Vogel erkannt
später dann Velociraptor genannt;
das hatte hinter einer kalten Stirn
ein den Artgenossen überlegenes Hirn;
die Evolution sah: Intelligenz im Kommen!
Hat den Beutetieren ihre Waffen genommen;
die Wissenschaft, sie fragt sich „Warum?“
Und ich denke mir: „Na, eben drum!“
Denn Mensch, du bist auch, wie du bist,
weil Darwinismus ein Holzweg ist!

Wäre die Evolution damals menschlich gewesen
wäre von kommender Klugheit bald man genesen:
Denn was fehlte noch? „Na, ist doch klar!
Bloß Rakete und Bazooka!“
Der Evolution, die damals schon klug war
ihr läge sicher jedoch eher nah:
Den Velociraptor um die Waffen zu stutzen,
um ihn zu zwingen sein Gehirn zu nutzen;
gäb ihm einen Zeh, dass er nicht falle
und nähme ihm so auch die Kralle!
So wäre er, weil sie die Waffen genommen
in der Nahrungskette oben angekommen.
Wenn wir selber denkend heut also wüssten
was Homo Sapiens Sapiens wissen müssten;
wenn es euch auch erscheint wie blanker Hohn;
die Evolution, sie zeigte damals es schon;
dann wären wir heut schon so weit, wie einst die Affen,
denn: Wo Intelligenz aufkeimt. Verschwinden die Waffen!


*Anmerkung, um WISSENSCHAFTLICH BELEGTE INDIZIEN zu geben für das, was hoffentlich zu denken gibt:

Die Wissenschaft selber sieht es als erwiesen an, dass in den Überresten des Velociraptors entwickelte Sinnesorgane erkannbar sind, die dabei waren, sich auf Kommunikation auszulegen. Was ein eindeutiges Indiz ist für die Entwicklung von Intelligenz.
Auch seine sich entwickelnden Arme, die man zuerst als Flügel annahm, sind ein Indiz für eine Lebensform, die dabei ist, sich in eine bestimmte Richtung weiterzuentwickeln.

Auch die „Entwaffnung“ ihrer Beutetiere ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Beispiel Triceratops: Die Hörner, die frontal gerichtet waren, um als Waffen eingesetzt werden zu können, begannen sich, gegen Ende der Dinosaurier-Epoche, nach außen auszuwachsen, im Prozess der Entwicklung eines Jungtieres. Und wurden somit als Waffen unbrauchbar.
Ebenso bildetete sich im Laufe dieses Prozesses der Nackenschild zurück, womit sie im Grunde genommen schutzlos und kampfunfähig wurden.

Das ist WISSENSCHAFTLICH BELEGT! Nicht aber wissenschaftlich begründet. Und im Prinzip auch nicht begründbar, mit der zu Grunde gelegten These „survival of the fittest“.

Sonntag, 20. Oktober 2013

Enigma (1 - AbsolutAntiSuizidal!)

Wie oft stand ich schon, ich armer Tor;
in mir verloren; verlassen davor
vor der geschlossnen Himmelspforte;
erfüllt von Angst; für diesen Orte
könnt es am Ende niemals reichen;
kein Heiligenschein; nur Fragezeichen
sind von Gebeten mir geblieben;
bis ich dagegen angeschrieben!

Lernte es lieben, mich zu hassen
konnt ich es bloß in Worte fassen;
lernte es lieben, mich zu hassen
für meinen Traum von vollen Kassen;
lernte es lieben, mich zu hassen
für den Trieb nach Röcken zu fassen;
in Versen, Strophen, in Gedichten;
wollt ich von Demut ihm berichten!

Doch für die Beichte dann, von wegen;
Absolution? Oder gar Segen?
Weiß heut nur: Für ihn wird’s nicht reichen;
ich sehe bloß noch Fragezeichen!
Seit’s schwarze Schaf die Frage aufwarf:
Warum? Er gnädig wohl nicht sein darf;
Seit ich mich ständig frage: Warum?
Steht er vor mir und grinst nur dumm!

Hab keine Lust mehr, mich zu schämen;
und werd’ mir bald das Leben nehmen!
Um einem Freund, der sich’s genommen;
den stummen Schreien nachzukommen!
Du willst mich hindern? Einzulaufen?
Dein Petrus soll sich Mut ansaufen!
Glaub mir! Am Ende! Dann! Stellt sich’s dar!
Wir werden seh’n! Ob’s gut wirklich war.

Immer weiter im Text!

Willst du die Facebook-Daumen nicht verlieren
denk daran! Bloß keinen zu inspirieren!
Wenn sie statt “mag ich” bloß weiter-denken;
wirst du dir das Dichten doch gleich schenken!

Tweet 24

Nein! Ohne Herz pulsiert kein Leben!
Wer seins verschenkt? Hat es vergeben!

Sonntag, 13. Oktober 2013

Hilfe! Ich will helfen!

Ich frage mich so oft: Wann wohl begann
dies vernichtend Gift uns zu verführen?
wer es zu nehmen sich nicht leisten kann
bekommt die volle Wirkung heut’ zu spüren

Den Blick verzerrend umnebelt´s den Sinn
wenn sich Menschen bittend an mich wenden
dann merke ich erst, wie arm ich doch bin
hilfsbereit kann ich kaum Hilfe spenden

Das unser Leben so vermessen ist
weil's nicht Systeme nur verseuchte
der Freie merkt's dann, dass er frei nicht ist
wenn er zum Helfen erst Hilfe bräuchte

L'Etat, c'est moi!

Er sitzt allein dort auf dem Throne
man hört nur seine Wirbel knacken
denn seine Krone, die trägt er ohne
einen entsprechend starken Nacken

Als sein Kopf sich Richtung Boden senkt
lässt er sich weiter nicht beirren
weil er an nichts als die Krone denkt
hört man im Saale es bald klirren

Nach der Krone, die ihm das Genick brach
nach ihr streckt sich seine kalte Hand
er weint ihr die letzte Träne nach
auf dem Thron, wo er sein Ende fand

Für den guten Zweck

Für den guten Zweck
stehen vor prallgefüllten Kassen
an den Theken der Nation
Spardosen
„Für die Kinder!“
klingen die Slogans
„Aufrunden, bitte!“

für den guten Zweck
investieren die Wirtschaftsriesen
Millionen in Werbung
um Geld zu sammeln
welches den Platz nicht wert ist
den sie in Zukunft noch
gebrauchen wollen
für noch viel mehr von dem
was man angeblich
den Ärmeren opfert

für den guten Zweck
gibt man denen
die so viel mehr bräuchten
nur genau das
was hier sowieso
niemand mehr braucht

für den guten Zweck
spendiert man sich so
so billig wie möglich
eine weiße Weste
verdient man sich so
so elegant wie möglich
eine goldene Nase

für den guten Zweck
spendet man so
nur denen,
die es scheinbar nötig haben
auf Kosten derer
die unsere Spenden
wirklich
so dringend
so bitter
so nötig hätten

Samstag, 12. Oktober 2013

oh weh du fröhliche

Zur Weihnachtszeit! zur Weihnachtszeit!
Dem so genannten Fest der Liebe
zur Weihnachtstzeit passiert mehr Leid
denn sie motiviert auch alle Diebe
während die einen die Geschenke holen
in Kaufhäusern und beim Juwelier
muss der arme Mann leider nach Polen
seine Kinder schämen sich dann hier

Wo die einen lässig ihre Karte geben
um die Kohlen in Massen rauszuhauen
fürchtet so mancher Banker um sein Leben
weil Diebes Kinder in die Röhre schauen
während für die einen so Englein singen
die unter´m Christbaum all die Gaben haben
lässt Angst die von der Brücke springen
die sich am Festmahl bloß einsam laben

Oh Weihnachtszeit! Oh Weihnachtszeit!
Oh nein! Du bist auch mir nicht einerlei!
Wenn es, wie jedes Jahr, dann soweit ist
und du, zum Glück. Endlich dann vorbei bist

Abgehoben

Wie gern führte ich dies Hundeleben
wenn es einer anzufangen wüsste
ein kluges Herrchen, das könnt geben
was ich alles wollen werden müsste

Ich kann ein wirklich, wirklich Zahmer sein
ganz brav einfach nur Stöckchen holen
mit viel mehr noch komme ich gerne Heim
als man es zu holen mir befohlen

Wenn er dann nur weiß, wohin zu werfen
will ich selbst unter Steine kriechen
mein Spieltrieb würde ihn wohl nerven
ich will in allen Ecken Leben riechen

Nur einmal dann. Soll er richtig böse sein
die Welt und mich, die ließ ich liegen
ich biss. In seine starke Hand hinein
den nächsten Stock? Holt' ich im Fliegen!

Protokoll X

Manchmal
gehe ich
durch´s Leben
wundere mich
wie konnte es nur
so weit kommen
kann das alles
Zufall sein
wie maßgeschneidert
am Beispiel
führen alle Wege dorthin
wo kein Mensch
je enden wollte

Das Geld
macht lange schon
nur noch wenige reich
die Gesetze
dienen lange schon
nicht mehr Bürgern
zum Schutze
die Bildung
schafft lange schon
kein Verständnis mehr
die Information
führt lange schon
nicht mehr zum Wissen
die Freiheit
scheint mir lange schon
nur noch Illusion
selbst Menschlichkeit
ist so lange schon
nicht mehr
menschlich

Der letzte Ausweg ist
diesen Plan zu durchkreuzen
der seit dem Anfang
bis heute
kurz vor Vollendung
nie wirklich existierte
der aber doch
so lange nun schon
funktioniert

Ach Mensch, was bist du dämlich! (4)

"Stell dir doch
nur mal vor
was wir
mit dem Geld
alles tun könnten!"

So höre ich sie
ständig
sagen

Was wir wohl
alles tun könnten?
Wenn wir uns nicht bloß
Geld vorstellten
das wir bräuchten
für die Dinge
die wir gerne tun würden
sondern
uns die Dinge wirklich
vorstellen würden
sie ganz einfach
zu tun?

Ich kann
nicht aufhören
es mir vorzustellen

Ach Mensch, was bist du dämlich! (3)

Ist er denn wirklich klug, der Satte
sagt er: „Mach´s wie ich!“, nur weil er's hat
ist es gekonnt, kriecht er in Watte
gut eingepackt voran als Nimmersatt?

Ach, könnte er es selbst erkennen
der alles schon hat, nur Nichts nie hatte
und die eine Wahrheit mehr so nennen
dann hinterließ sein Eindruck Platte!

Ohne Seidenstrump und Goldpantoffeln
doch um eine Einsicht schlauer:
Es erntet zu Recht die dicksten Kartoffeln
nur der allerdümmste Bauer!

Wunsch-Kind

Sie sagt zu ihm: “Ich liebe dich!”
er denkt für sich nur: “Wow!
Gott wie sehr doch lieb’ ich mich
bei Seite einer Hammerfrau!”

Sagt er zu ihr: “Ich liebe dich!”
denkt sie für sich: “Genau!
Gott wie sehr doch liebt’ ich mich
wüsst’ ich nur, ob ich ihm trau!”

Sie sagen sich: “Ich liebe dich!”
toll vom Liebestreiben
ihre Liebe, sie verlässt sich:
“Dem Kind sei Dank könnt’s bleiben!”

Tweet 26

“Ich liebe dich! Ich liebe dich!”
Drei Worte, denen die Liebe wich
seit die Zweifel an ihr nagen
bleibt nur: “Ich liebe dich” zu sagen.

Stiller Protest

Am Anfang war sie sachlich-nüchtern
dort vor zehn Jahren am Gymnasium
nie aufdringlich. Eben sehr schüchtern
war sie weder blind, noch taub, noch dumm

Als mehr der bösen Worte fielen
sah man sie oft traurig gucken
sah sie's auf Herz und Nieren zielen
sah man sie zusammen zucken

Als die Eltern dann Streit anfingen
überlegte sich das Menschenkind
als ihr Worte durch den Kopf gingen
das schweigend die Menschen bessre sind

Seit zehn Jahren nun ist sie verstummt
kein Mucks, kein Laut, kein Wort, kein Lachen
vor dem Leben in sich eingemummt
hat sie aufgehört es mitzumachen

Tweet 25

Was haben
das Denken
und der Fußball
beide
aber nicht ganz
gemeinsam?

Wer häufig
zum Abschluss kommt
trifft auch öfter
mal daneben

Tweet 21

wenn traurigkeit nur
ein vogel wäre

endlich frei
könnten wir fliegen

die welt würde wirklich
zum himmel auf erden

Tweet 14

Unter verschneitem Kopf
auf gefrorener Seele

ein Hauch von Leben
junge Robben
toben
bis man
schließlich
auch sie
schlachtet

Tweet 13

Ich frage
wer ist
bei Dir

Du sagst
du seist
nicht alleine

Ich frage
wo sind
die Deinen

Du sagst
dort sei
jemand

Ich frage
nach Menschen
es antwortet
keiner

Haiku

Einsame Herbstnacht
Von den Dächern tropft Regen
In unser Schweigen

Dezemberlied

Wenn bald die letzten Augen schließen
lass’ uns diesen einen Tanz noch wagen
wenn letzte Tränen von Eiszapfen fließen
lass’ gemeinsam nochmal „ja!“ uns sagen

Ich will ein letztes Mal dich noch erleben
wirst du mich noch einmal sicher führen
unter meinen Füßen wird die Erde beben
werd’ ich im Winter heißen Atem spüren

In der Leidenschaft der alten Lieder
durch Ruinen von verlassenen Städten
wir trampeln jeden Rest von gestern nieder
bis uns die Leere platzt aus allen Nähten

Wie neue Menschen auf entlegenen Wegen
über Schlachtfelder und Leichenberge
wie der Wind werden wir Schnee weg fegen
durch kahle Gärten, über Gartenzwerge

Auf leeren Straßen, unter toten Ampeln
bis wir  den neuen Morgen vor uns sehen
lass’ uns tanzen! Lass’ uns trampeln!
Bis wir wieder ganz am Anfang stehen

Von einem Gipfel aus, ganz eng beisammen
brennt unser Feuer dann am Horizont
sehen wir Menschen tanzen, neu entflammen
schimmert Hoffnung durch die Winterfront

Alles bloß Gold, was glänzt!

Warum glauben wir die, die horten und raffen
und auf Neider so gerne abwertend gaffen
seien die, die sich selber nur die Nächsten sind
dabei nutzt doch meist das Menschenkind

Die kalte Fassade aus Ruhmdingenundzahlen
als Anstrich bloß im Haus der Qualen
dabei dient doch Schmuck oft Ochs’ und Rind
zu verschleiern wer sie wirklich sind

Nicht umsonst legt man Wert auf falschen Schein
nur um der Mittelpunkt mal selbst zu sein:
Denn wenn man bedeutend wie ein Status bloß ist
bedeutet es bloß. Das du selbst nicht mehr bist.

Vertreibgut

Nur tote Fische
schwimmen mit dem Strom
glaubte das Rindvieh
noch zu wissen
als es zufrieden schmatzend
in der steigenden Flut
selektierend
die Hinfortgerissenen zählte
um die eigene Wahrheit
so lange zu erbrechen
und wiederzukäuen
auf das sie wenigstens
einen Moment ihm
nach Überzeugung schmecke

Weiß der Geier
ob der Ochs
es noch merkte
in welche Richtung
er trieb
bevor sein Leben
sich in den Fluten verlor
mit dem Feuer spielend
wie ein Fähnchen
im Wind
lebend
überließ er es
der Strömung
nur deren Stärke
entschied
ob er standhalten würde

Flußabwärts
in der entlegensten Bucht
liegen sie aufgereiht
als wäre dies der Ort
für den sie bestimmt
als wäre dies der Ort
an dem verschiedenste Arten
noch als Herde weilten
nach einem kurzen Leben
gemeinsam versammelt
so jung noch
als wäre dies
der verlassene Ort
an dem sie unvergessen
ewig verwesen

Flußaufwärts derweil
suhlen sich die Schweine
wohlig
in ihrem verächtlichen Gegrunze
die Nasen rümpfend
wenn sie in Erinnerungen
Schwäche wittern
weil sie in Erinnerungen
kurz noch einmal
in der Luft liegen

Wie eine unangenehme Randnotiz
die nicht hätte sein müssen
wenn tote Tiere doch endlich
einfach nur
das Schwimmen lernten

Vom alten Riesen

Ich weiß noch, wie er vor mir steht
als fünf vor zwölf vorbei war
im Glas vor mir, sich weggedreht
kalt und kühl und unnahbar
musst ich meine Augen schließen
sah nicht mal Tränen fließen
ich sehnte mich nach diesem Kind
dort wie erstarrt im kalten Wind

Ich weiß noch, als ob’s gestern wär
stand er dort. In sich vermummt
ich konnt und wollt! Ich konnt nicht mehr!
Das letzte Lied schien verstummt
bis der Horizont grell geblitzt
fror und war doch nass geschwitzt
sah vor mir leuchtend, hin und her
die Augen zu! Ein Lichtermeer!

Ich weiß jetzt, der da vor mir steht
kalt und kühl und unnahbar
wie er sich dort. Drehte und dreht
seit dem Tag, als ich ihn sah
thront Majestät am Horizont
durch kommende Kaltwetterfront
scheint’s mir doch helle. Denn es steht
ein Leuchtturm, der für mich sich dreht

Flaschenpost

Siehst Du mich hier winkend treiben?
Wer Du auch bist, ich bin für dich!
Siehst Du mich hier sinkend bleiben?
Wo Du auch bleibst, hier treibe ich -
auf der Suche fort, ganz unpoetisch
nach unsrem Heimatorte
versinke ich, ganz unpathetisch
mit jedem meiner Worte!

Entschuldigt mich, bitte!

Das hier geht raus! Für dich! Für dich!
Ich bitte dich! Entschuldigst du mich?
Für jede Nacht, in der ich einen Traum dir säte
für jeden Tag, an dem ich ihn nieder mähte
für jedes Versprechen, dass ich an Dich aussprach
für jedes Wort, mit dem ich es dann wieder brach
für jeden Tag, an dem einer an mich glaubte
für jede Nacht, in der ich einen Glauben raubte
an jeden, der sich meiner noch angenommen!
Für alles, was Du dafür zum Dank bekommen?

Das hier geht raus! An dich! An Dich!
Ich bitte dich! Entschuldigst du mich?
An jeden, der glaubte an den Drogendealer
an jeden, der hoffte auf Vernunft im Spieler
an jeden, der mir Nachts noch gerne lieh sein Ohr
an jeden, dem ich darin meine Treue schwor
an jeden, der seine Hoffnung in mich setzte
an jeden, der sich an Dornen so verletzte
an jeden, der sich meiner doch angenommen!
Für alles, was Du dafür zum Dank bekommen?

Das hier geht raus! An Dich! An Dich!
Ich bitte Dich! Entschuldigst du mich?
Für jedes Gedicht, dass ich nicht an euch dichte?
Für jedes Wort, mit dem ich mich selbst bloß richte?
Weil ich Nacht für Nacht, wetteifernd
Tag für Tag nach mehr Neid geifernd
Stück um Stück mich weiter verlor
Bitt' ich Dich nun! Stell es dir vor,
wenn wir uns wieder begegnen! Danke ich dir!
Für ein Ziel! Auf meinem Weg zurück zu mir!

Montag, 4. Februar 2013

How 2 run a Webblog



Jeder, der schonmal ein Webblog eröffnet hat, kennt es. „Wie werde ich zur Nadel im Heuhaufen?“, so lautet in etwa die Frage, die man sich automatisch stellt, wenn man seinem Größenwahn erliegt und versucht innerhalb von Milliarden von Zeilen an Text seine eigenen Gedanken unterbringen.  Und zwar so, dass sie auch wahrgenommen werden. Die Antwort? Klar. Hat Google.

SEO-Optimizing. Social networking. Social Media. Tagging. Twitter. Facebook. Gewinnspiele. Blogroll. Trackback. Webfeed.

So in etwa wird sie ausfallen. Auf abertausenden von Blogs, die sich (oftmals ausschließlich) mit der Frage beschäftigen, wie man richtig bloggen sollte.
Oft auch mit einem Post, der beschreibt, wie nach Meinung seines Autors ein Blogeintrag optimalerweise auszusehen hat, der wirklich gelesen werden will.

Schriftgröße. Tagging. Twitter. Facebook. Bilder. Videos.

So in etwa wird die Antwort ausfallen. Manchmal sogar werden erfolgsversprechende Inhalte vorgeschlagen. Interessant solle er sein. Pauschal will man es meist nicht sagen können. Am Ende: Bleibt Statistik um Statistik.
Nicht länger als 100 Worte. Maximal 200-300. Auf jeden Fall nicht zu lang, je kürzer, desto besser. So lautet der allgemeine Tenor, als Antwort auf die häufig gestellte Frage, wie lang ein Blogpost denn optimalerweise sein solle.

Das man glaubt, sich zu verwirklichen, wenn es diese Maßsstäbe sind, nach denen man sich richtet. Ist menschlich. Aber nicht logisch.

Denn man verwirkt sich. In einer gelebten (und scheinbar von vielen geliebten) Oberflächlichkeit.
Wenn der Gedanke, nur der Gedanke, um den es eigentlich ging. In den Hintergrund rückt, weiter und weiter. Zugunsten von Statistiken.
Die besagen wollen, wie man am einfachsten gelesen wird. Und so automatisch verwässern, was man eigentlich zu sagen hatte.
Zugunsten von Statistiken, die die Gedanken nicht selten sogar komplett ersetzen. Die gelebte Oberflächlichkeit. Statistik um Statistik.

Denn der Glaube, man sei erfolgreich, wenn man sich ihnen nach beugt. Und so gelesen wird. Ist Menschlich. Aber nicht logisch.

Das erkennt man wohl alleine schon daran, dass die Welt, in der wir leben, immer komplexer wird. Die Texte, in denen man sie beschreibt? In denen man beschreibt, wie man sie sieht? In denen man beschreibt, wie man sie gerne sähe?
Sie werden immer kürzer. Und weniger. Und vor allem auch: Weniger gelesen.

Worte wie „Überzeugung“ oder „Traum“, sie wird man vergeblich suchen, in alldem, was erklären will, wie man es heutzutage zu sagen hat. Wenn man glaubt, etwas zu sagen zu haben.

Das wir das Produkt dieser Entwicklung „Informationszeitalter“ nennen. Und uns als dessen aufgeklärte Kinder betrachten. Ist menschlich. Aber nicht logisch.

Denn hinter alldem verschwindet. Was der Sinn (der Sache) war.
Nun mag sich manch einer für cleverer halten als Andere, nur wenn er Statistiken in der Lage ist zu erstellen oder „mit ihnen umzugehen“.
Klar, wer zählen kann. Ist klar im Vorteil. Aber: Wenn das alles ist, was ihr könnt? Können wollt. Gekonnt haben wollt.
Dann sage ich umso überzeugter, wenn ihr mich fragt, wie man ein erfolgreiches Webblog betreibt:

WER NICHT VERGISST „WARUM?". DER BRAUCHT GAR NICHT ERST  ZU FRAGEN „WIE?“.

Denn wer heutzutage, trotz allem noch, nur seiner Überzeugung nach handelt und trotzdem gehört wird. Ist in jedem Fall ein Gewinner.
Und an all die die Philosophen, Dichter, Denker, Künstler, Weltverbesserer, Träumer. Wenn ihr vor einer müden Blog-Statistik sitzt. Und sich trotzdem die Frage nicht stellt.

WEIL ZU SAGEN, WAS MAN DENKT. BEDEUTET AUCH ES ZU SAGEN, WIE MAN ES DENKT.

Dann wisst ihr es, am Ende, immernoch selber am Besten, wie man ein gutes Blogpost schreibt. Kommt, bitte, einfach erst gar nicht auf die Idee, euch ändern zu wollen. Oder es aufzugeben. So hart es auch sein mag.

ÜBERZEUGUNG IST ES, WENN DU ES DEM ZEITGEIST MITTEN INS GESICHT SAGST.

Egal, ob er es nun hören will, oder nicht. Sagt es. Wenn ihr nicht verloren gehen wollt, in dieser Welt der „unbegrenzten Möglichkeiten“. Dann sagt es einfach.
Denn um Freiheit geht es euch doch. Und Freiheit ist ganz einfach. Wie sie George Orwell korrekterweise beschreibt:  

“FREIHEIT IST DAS RECHT, ANDEREN ZU SAGEN, WAS SIE NICHT HÖREN WOLLEN.“